Zen ist keine Religion, viel eher eine Lebenseinstellung.
Zazen ist eine Sitzmeditation. Zazen wird nicht zum Selbstzweck geübt. Genau genommen bringt das Sitzen in vorgegebener Körperhaltung rein gar nichts. Es bedeutet ganz ohne Ziel oder Gewinnstreben einfach nur sich selbst zu sein.

Bekannte Zen-Zitate:
In unserer verwirrten Welt Zazen zu üben bedeutet, zur wahren Dimension des Menschen zurückzukehren und das grundlegende Gleichgewicht seiner Existenz wiederzufinden. (Taisen Deshimaru) |
Wir müssen uns eben so einstellen, daß uns alle Dinge zum Besten gereichen, auch Krankheit und Gebrechen. (Soji Enku)
Unser Leben ist flüchtig wie der Widerschein des Mondes im Wassertropfen, der vom Schnabel eines Reihers fällt. (Dogen)
Man muss in der Gegenwart leben, und es ist nich immer von Nutzen, mit der Vergangenheit noch einmal ganz von vorn zu beginnen, um in der Geegenwart leben zu können. (Nicht Zen aber wahr!) (Pierre Janet)
Der Lebensgeist der Menschen ist so schwer zu läutern und so leicht
zu verschmutzen wie eine Schale Wasser. (Lao Tse)
Biegsamkeit und Nachgiebigkeit sind die Verwalter des Lebens, Härte
und Stärke sind die Soldaten des Todes. (Lao Tse)
Die Arbeit eines Zazen-Menschen besteht darin, das Leben so zu
gestalten, dass es seine praktische Funktion erfüllt. (Dogen)
Wenn wir beide Seiten einer Sache sehen und daraus die Folgen
ziehen, so wird unser Wirken lebendig; andernfalls gelangen wir an
einen toten Punkt. (Dogen)
Mitgefühl auszuüben berührt selbst das Gras und die Bäume. Wo die
Tugend im Überfluss entspringt, verströmt das Meer ein Hohes Lied.
(Taisen Deshimaru)
In unserer Welt der Erscheinungen existiert einzig das Gesetz von
Ursache und Wirkung, dessen Erkenntnis dazu führen sollte, mit
Umsicht zu handeln. (Taisen Deshimaru)
Das Leben ist in sich selbst ein Widerspruch. Die Fähigkeit jedoch,
den Gegensatz in sich aufzunehmen und zu überwinden, ohne dadurch
innerlich beeinflusst zu werden, bedeutet Lebenskraft im wahren
Sinne. (Kosho Uchiyama)
Wenn Du die unmittelbare Erfahrung des Zen wünschnst, suche sie vor
allem nicht! (Yüan-wu)
Wohltätigkeit, die der persönlichen Belohnung dienen soll, bringt
Freude im Himmel. Sie ist jedoch wie das Schießen eines Pfeils in
den Himmel – sobald die Energie des Schusses verbraucht ist, fällt
der Pfeil nach unten. (Yung-chia Hsuan-chiao)

